Fachpraktische Fächer

Praxis- und Methodenlehre mit Kommunikation

Praxis- und Methodenlehre mit Kommunikation

PML ist als so genanntes „Scharnierfach“ der Mittler zwischen den fachtheoretisch ausgerichteten Fächern Pädagogik/Psychologie und den Anforderung in der Arbeitspraxis.

Hier werden grundlegende Fertigkeiten in der Zusammenarbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen ebenso geübt wie gruppendynamische Prozesse auf der Mitarbeiterebene.

Komplettiert wird das Fach durch Kommunikation und Sprachförderung.

Praxis der Heilerziehungspflege

Praxis der Heilerziehungspflege

Die praktische Ausbildung in der Heilerziehungspflege hat ein besonderes Gewicht in der gesamten Ausbildung zum Heilerziehungspfleger bzw. zur Heilerziehungspflegerin.

Die Ausbildung bereitet die Fachschüler/-innen praxisnah auf ihre beruflichen Aufgaben vor. Fachschüler/-innen unterstützen verantwortlich in ihrer beruflichen Tätigkeit Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen aller Altersstufen bei deren Lebensbewältigung.

 Die Berufsaufgaben sind vielfältig und umfassen vor allem die:

  • ­Unterstützung bzw. Versorgung bei der Körperhygiene, der Raum- und Wäschepflege sowie der Essenszubereitung und Essenseinnahme
  • ­Begleitung in der alltäglichen Lebensumwelt und Unterstützung bei den alltäglichen Aufgaben und Anforderungen
  • ­Assistenz bei der Entwicklung der individuellen Fähigkeiten
  • Ermöglichung eines subjektiv sinnerfüllten Lebens
  • Inklusion in der Gesellschaft
  • Förderung der gesamten Persönlichkeitsentwicklung, insbesondere der Selbstständigkeit und Selbstbestimmung

Aus den genannten Berufsaufgaben der Heilerziehungspfleger/-innen ergeben sich die Lernziele für den Unterricht "Praxis der Heilerziehungspflege". Durch Praxisbesuche und die Durchführung von Projekten wird fachliches Wissen praxisnah vermittelt.

Lebenszeit- und Lebensraumgestaltung

Lebenszeit- und Lebensraumgestaltung

Das Dachfach Lebenszeit- und Lebensraumgestaltung beinhaltet die Fächer Musik, Bewegung, Spiel, Gestalten, Hauswirtschaft und Medienpädagogik. Menschen mit Behinderung erhalten ein breites Spektrum an Angeboten aus unterschiedlichen Bereichen und werden dadurch in die Lage versetzt, ihren Alltag, ihren Fähigkeiten entsprechend, aktiv zu gestalten und Vorlieben zu entwickeln.  

  • Bewegung

Der Unterricht in Fachbereich Bewegung vermittelt den Fachschülern grundlegende Kenntnisse über die Bedeutung und Inhalte des Sports bei Menschen mit Behinderung. Der Unterricht gibt ebenso die Gelegenheit, besonders geeignete Bewegungsformen, Sportarten und Spiele kennen zu lernen und selbst auszuüben. So erhält der/die angehende Heilerziehungspfleger/in Kriterien für Wirkungen und Schwierigkeiten beim Einsatz der Übungen in der Praxis. Darüber hinaus zeigt der Unterricht geeignete Methoden und Organisationsformen für Bewegungserziehung bei Menschen mit Behinderung auf.

Ziel des Fachbereiches Bewegung ist es, dem Menschen mit Behinderung Qualifikationen zu vermitteln, die ihm die bessere Integration in die Gemeinschaft und ein erlebnisreiches, selbstständiges Leben ermöglichen. Diese Erziehung hin zur Bewegung und zum Sport orientiert sich nicht nur an den behinderungsbedingten Störungen; sie gilt vielmehr der Entdeckung, Entwicklung und Förderung vorhandener Fähigkeiten und Begabungen sowie der Erschließung neuer Möglichkeiten der Umwelt für den Mensch mit Behinderung.

  • Gestalten

Im Fach Gestalten machen die Fachschüler/-innen Erfahrungen mit verschiedenen Werkstoffen, die für die kreative Arbeit mit Menschen mit Behinderung besonders geeignet sind.

Sie lernen die Eigenheiten und Bearbeitungstechniken der verschiedenen Materialien kennen. Sie reflektieren deren Einsatzmöglichkeiten entsprechend der Bedürfnisse und Fähigkeiten der Menschen in den unterschiedlichen Einrichtungen der Behindertenarbeit.

Schließlich gestalten die Fachschüler/-innen Bilder und Objekte nach eigenen Vorstellungen und sammeln persönliche Erfahrungen und Kompetenzen im Umgang mit dem Material. Auf dieser Grundlage bieten Sie als Heilerziehungspfleger/-innen den Menschen mit Behinderung kreative Anregungen und bedürfnisgerechte Ausdrucksmöglichkeiten.

  • Hauswirtschaftslehre

Hauswirtschaft als komplexes Gebiet befasst sich mit „Grundlagen der Ernährung, Nahrungszubereitung, Haus- und Textilpflege, Arbeitsorganisation und Planung“. Fachschüler/-innen bringen aus bisherigen Ausbildungsgängen und ihrer persönlichen Lebenssituation Vorkenntnisse und Erfahrungen mit. Diese können im Unterricht eingebracht, aktualisiert, erweitert, praktiziert und kritisch und berufsbezogen überdacht werden.

So  werden die Heilerziehungspfleger/-innen befähigt und bestärkt, Menschen mit Beeinträchtigungen in der alltäglichen Versorgung und bei häuslichen Aufgaben anzuleiten und zu unterstützen - im achtsamem Umgang mit sich, den anvertrauten Menschen und Ressourcen.

  • Musik

"Musik schafft Freu(n)de! Dort wo die Sprache endet, beginnt die Musik!"

Folgende Inhalte kommen im Musikunterricht zur Geltung:

  • Rhythmik (ausgedrückt durch Sprache-Musik-Bewegung)
  • ­Instrumentalspiel
  • ­Improvisation
  • ­Gesang und Liedbegleitung
  • ­Elementare Musiklehre
  • ­Musik erfinden
  • ­Klangexperimente und Klanggeschichten
  • ­Musikspiele

Die fachliche Betreuung während der Ausbildungszeit unterstützt die Umsetzung der Unterrichtsinhalte in der Praxis. Neben der fachlichen Kompetenz wird viel Wert auf Kreativität, Phantasie und Eigenverantwortung am Musizieren gelegt.

  • Spielpädagogik

Das Fach Spiel umfasst alle Spielformen von der Entwicklung des Spielsverhaltens vom Kleinkind bis ins Erwachsenenalter. Hierbei erhalten die Schüler/-innen die Gelegenheit vom Funktionsspiel, über das Rollenspiel, das Konstruktionsspiel bis zum Regelspiel alles selbst auszuprobieren. Sie überprüfen, welche Spielform für welchen Personenkreis geeignet ist und wie Sie methodisch vorgehen können, um das Spiel bei der jeweiligen Zielgruppe einzuführen. Sie werden überrascht sein, welche Bedeutung das Spielen für den Menschen hat und wie viel Spaß es auch den Menschen vermittelt, die im Alltag eher wenig oder nicht spielen! Am Ende der Ausbildung werden die Schüler/-innen in der Lage sein, auch für Menschen mit Behinderung entsprechende Materialien auszuwählen und adäquate Spielangebote durchzuführen.

  • Medienpädagogik:

Heilerziehungspfleger/innen wissen um die Bedeutung von Medien im Sinne der Entwicklung zur technologisch geprägten Kommunikations- und Wissensgesellschaft. Auf Grundlage der Auseinandersetzung mit verschiedenen medienpädagogischen Konzepten reflektieren die Schüler das eigene Nutzungsverhalten und lernen, die Bedeutung von Medien für die Entwicklung und Sozialisation von Kindern und Jugendlichen einzuschätzen.

Sie wissen um die Ziele und Aufgaben moderner Medienerziehung und können, ausgehend von einem situationsorientierten pädagogischen Ansatz, Menschen mit Behinderungen dabei unterstützen, eigene Medienkompetenz zu erlangen.

Pflege

Pflege

Pflege umfasst alle gesundheitsförderlichen Aktivitäten im Sinne der Verbesserung, Erhaltung und Wiederherstellung des körperlich-seelisch-geistigen Wohlbefindens in allen Lebensphasen und -lagen.

Die ganzheitliche, aktivierende Pflege, welche die vorhandenen Ressourcen des Menschen mit Beeinträchtigung fördert oder zumindest zu erhalten versucht, ist ein grundlegendes Prinzip für das Fach Pflege. Neben dem Erwerb theoretischen Wissens ist das Einüben von pflegerischen Grundfähigkeiten ein Teil des erfahrungsorientierten Unterrichts.

Die Pflege ist auch eine elementare Form der Kommunikation. Daher wird die Pflegetätigkeit als Möglichkeit der Kommunikation und Zuwendung genutzt.

Religionspädagogik

Religionspädagogik

Die religiöse Situation der Schüler/-innen ist durch eine Vielzahl biografischer und zeitgeschichtlicher Faktoren geprägt, die sowohl die inhaltlichen Vorkenntnisse als auch die Motivation beeinflussen

Im Fach Übungen zur Religionspädagogik soll auf diesem Hintergrund durch die Auseinandersetzung mit theologischen und anthropologischen Fragestellungen die religiöse Erfahrung und Bildung reflektiert, erweitert und differenziert werden. Dabei kommt auch die ethische Dimension individueller und sozialer Lebensgestaltung zur Sprache.

Im Blickpunkt stehen einerseits der Umgang mit Lebenskrisen und deren Verarbeitung, andererseits die Befähigung, den Glauben sinnstiftend zu vermitteln und das religiöse Leben mit Menschen unter den Bedingungen von Beeinträchtigung und Krankheit zu gestalten.

Der Unterricht soll die Schüler/-innen befähigen, sich mit wesentlichen Fragen des Lebens, die sich aus der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen ergeben, auseinanderzusetzen und Deutungen aus dem christlichen Glauben kennenzulernen und aufzunehmen. Sie sollen angeregt und ermutigt werden, ihre christliche Verantwortung bewusst wahrzunehmen und durch zielgerichtetes Handeln auszudrücken. Die Schüler/-innen sollen angeleitet werden, eigene Gestaltungsformen des Glaubens zu entwickeln und umzusetzen. 

Fachliche Ergänzung

Fachliche Ergänzung

In einem breiten Angebot von sogenannten Fachlichen Vertiefungenkönnen sich die Fachschüler/-innen je nach Interessenslage und berufsbezogener Schwerpunktsetzung, in unterschiedlichen Themenbereichen der Heilpädagogik bzw. der Behindertenhilfe zusätzlich qualifizieren und/oder ihr vorhandenes Wissen vertiefen.

Derzeitige Angebote sind:

  • Sport für Menschen mit Behinderung
  • Gitarre
  • Ensemblespiel
  • Selbstständigkeit im Alltag und Geriatrie

Kontakt

Fachschule für Heilerziehungspflege und -pflegehilfe
Langheinrichstr. 1, 95502 Himmelkron
Tel. 0 92 27 / 79-7 81 (Sekretariat); 
E-Mail: FS-HEP-Himmelkron​ (at) ​DiakonieNeuendettelsau.de