Aus echtem Blattgold sind die Sterne, auf die Sophie Löffler deutet. Gemeinsam mit dem Künstler Volker Wunderlich (links) hat sie das Europa-Wandbild in der Fachschule für Heilerziehungspflege in Himmelkron geschaffen. Florian Raunft (2. v. rechts) gehört zu den Teilnehmern des „Erasmus+“-Programms für das an der Schule Anja Winkler (rechts) verantwortlich ist.

Europa reitet auf dem Stier durch Himmelkron

Mit geschlossenen Augen reitet die Göttin Europa auf ihrem Stier durch das Wandbild in der Fachschule für Heilerziehungspflege in Himmelkron. Die Schüler der Himmelkroner Einrichtung sammeln dagegen alljährlich mit offenen Augen Erfahrungen in vielen europäischen Ländern.

Seit 2009 haben die Himmelkroner Fachschüler die Chance, im Rahmen des Programms „Erasmus+“ ins Ausland zu gehen. Irland, Österreich, Finnland, Zypern, Ungarn, die Türkei, Italien, Polen, Spanien und die Schweiz waren bisher die Ziele. In diesem Jahr waren sechs Schüler unterwegs und so viele werden es auch 2017 sein, die dann nach Österreich, Finnland und Italien fahren.

Um das internationale Profil der Schule sichtbar zu machen, haben der Kirchenmalermeister Volker Wunderlich aus Goldkronach und Sophie Löffler, die die Fachschule für Heilerziehungspflege in wenigen Wochen abschließen wird, gemeinsam ein Wandbild geschaffen. „Die Göttin Europa steht für den mythologischen Hintergrund und zeigt Einblicke in die griechische Geschichte“, erläutert Schulleiter Jan Banet. Volker Wunderlich hat seine künstlerischen Wurzeln im Graffiti-Bereich und erhält weltweit Gestaltungsaufträge von Moskau bis Rio de Janeiro. „Ich bin meistens als Problemlöser in schwierigen Fällen unterwegs“, erzählt er. Über persönliche Kontakte gelang es der Schule, den gefragten Maler zu gewinnen. Sophie Löffler wurde von der Schule für das Projekt ausgewählt, weil sie ein „kreativer Kopf“ ist. Zunächst wurde ein Vlies wie eine Tapete aufgeklebt und dann nach einem Computerentwurf das Kunstwerk umgesetzt. „Wir durften uns aber auch spontan einbringen“, sagt Sophie Löffler. Zu sehen sind neben der Göttin die Länder, die schon von Himmelkroner Schülern besucht wurden. Das Kunstwerk ist nicht abgeschlossen, neue Staaten können jederzeit ergänzt werden.

Einer der Schüler, die in diesem Jahr im Ausland unterwegs waren, ist Florian Raunft. Er hat in Österreich festgestellt, dass dort eine ganz andere Atmosphäre herrscht. Viel entspannter sei die Lebensart dort, erzählt er. Solche Erfahrungen will Lehrkraft Anja Winkler ermöglichen, die für „Erasmus+“ an der Fachschule verantwortlich zeichnet. „Ziel ist es, dass die Schüler pädagogische Konzepte im Ausland kennenlernen und ihre interkulturellen Kompetenzen stärken“, erläutert sie. Voraussetzung ist es, dass die Schüler ihre Motivation in einem Schreiben belegen und in einem Auswahlverfahren ihre Eignung beweisen. Die Kosten werden von der Europäischen Union übernommen. Die Schüler müssen nach ihrem dreiwöchigen Aufenthalte eine Präsentation erstellen. „Die Teilnehmer berichten nach dem Aufenthalt immer mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht“, freut sich auch Anja Winkler.

Wer sich für eine Ausbildung an der Fachschule für Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe in Himmelkron interessiert, kann sich direkt an Schulleiter Jan Banet wenden.

 

 

Kontakt

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Langheinrichstr. 1, 95502 Himmelkron
Tel. 0 92 27 / 79-7 81 (Sekretariat), -7 89 (Fax)
E-Mail: FS-HEP-Himmelkron​ (at) ​DiakonieNeuendettelsau.de

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